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Pressemitteilung vom 01.10.2017 – Alarmübung in Stiepelse

Stiepelse. Am Sonntag, dem 01.10.2017 um 16:35 Uhr schrillten die Funkmeldeempfänger der Feuerwehren aus Sumte, Niendorf, Neu Garge/Stiepelse, Stapel und Zeetze auf. Es erschien die Meldung „starke Rauchentwicklung aus Dorfgemeinschaftshaus in Stiepelse“.

Vor Ort hieß es, dass noch 6 Personen im Gebäude vermisst werden.

Zugführerin des 4. Zuges der Gemeindefeuerwehr, Angela Bagunk, veranlasste sofort das Durchsuchen des Hauses durch Brandschützer mit Pressluftatmern. Dieses gestaltete sich schwierig, da es in vielen Feuerwehren mittlerweile zu wenige Geräteträger gibt. Hinzu kam, dass es sich bei den Vermissten um 5 Kinder und einen Erwachsenen handelte, welche dort gefeiert haben. Das Szenario wurde nach ersten Befragungen vor Ort noch verzwickter, denn einige der Vermissten sollen Drogen konsumiert haben. Ihr Zustand war nicht einzuschätzen.

Nachdem bereits drei der fünf Kinder gerettet und nach draußen gebracht wurden, befreite ein im Gebäude befindlicher Atemschutztrupp (insgesamt waren es 3) eine Person im Obergeschoss. Sie wurde mittels einer Steckleiter durch das Fenster ins Freie gebracht.

Auch die letzten beiden Kinder wurden von den Feuerwehrleuten mit Pressluftatmern gefunden und gerettet.

Alles in allem war dies eine gut ausgearbeitete Übung, welche uns jedoch wieder einmal aufzeigt, dass merklich weniger Personal als dringend gebraucht wird, verfügbar ist. Selbst am Wochenende. Und wie wichtig ihre Aufgabe der Menschenrettung und des Brandschutzes ist.

Die Ortsfeuerwehren - gerade im ländlichen Bereich - leiden an dem Mangel von aktiven Mitgliedern, obwohl es doch eine der wichtigsten Aufgaben in unserer Gesellschaft ist, war und wohl auch immer sein wird, anderen zu helfen.

Es kann jeder einmal in die unangenehme Situation kommen und ist auf die Unterstützung anderer angewiesen. Und was ist, wenn man Hilfe benötigt und keiner ist da um zu helfen?

Es heißt ja nicht umsonst bei der Feuerwehr: „Gott zur Ehr dem nächsten zur Wehr“!

Sicherheitstrupp wartet auf seinen Einsatz (Bildrecht: Enriko Böhmert)

 

Text

Enriko Böhmert                                                                                             

Stellv. Gemeindefeuerwehrpressewart                                                              

Amt Neuhaus                                                                                                

 

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