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Pressemitteilung vom 25.05.2026 – Kampagne zu Rauchmeldern

Amt Neuhaus. Erst kürzlich, bei einem Einsatz für die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus/Elbe, zeigte sich wieder einmal: Rauchmelder retten Leben! In diesem Fall ist alles glimpflich ausgegangen. Bis auf eine verkohlte Mahlzeit auf dem Herd ist niemandem etwas passiert.
Entsteht aber in der Nacht ein Kabel- oder Akkubrand, schlägt der Blitz ein, kommt es zu einem technischen Defekt, oder sonstigen Ereignissen, die man als Hausbesitzer, Bewohner oder Mieter nicht selbst beeinflussen kann, so kann das schon ganz anders ausgehen- zumindest ohne Rauchwarnmelder!

Seit mehreren Jahren macht die Kampagne „Rauchmelder retten Leben“ an jedem Freitag den 13. eines Jahres auf die Bedeutsamkeit der kleinen unauffälligen Geräte mit dem schrillen Piepton aufmerksam.
Der Rauchmeldertag steht seit 2006 unter dem Motto „Freitag, der 13. könnte Ihr Glückstag sein“. Doch nicht nur an besagten Freitagen ist ein guter Zeitpunkt, um auf das Thema aufmerksam zu machen.

In Eigenheimen und vermieteten Wohnungen sind Rauchmelder mittlerweile in jedem Bundesland Pflicht. Nicht nur, um schneller auf einen Brand aufmerksam zu machen, die Feuerwehr frühzeitiger alarmieren zu können und den Schaden möglichst gering zu halten, sondern in erster Linie, um Leben zu retten.

Die Faustregel besagt, es bleiben 120 Sekunden, um sich aus dem brennenden Gebäude ins Freie zu retten. Ist der Fluchtweg beim Bemerken eines Brandes bereits versperrt - weil Rauchmelder fehlen - gerät der Flüchtende in Panik und atmet schneller und tiefer. Umso mehr des Atemgifts werden schneller und tiefer aufgenommen.

Oftmals schon reichen ein oder zwei Atemzüge aus, um bleibende Schäden nicht auszuschließen. Kann der Körper nicht mehr ausreichend Sauerstoff aufnehmen, kann dies Zellschädigungen, Herz- und Hirnschäden, Bewegungsstörungen oder Persönlichkeitsveränderungen nach sich ziehen.

Wird der giftige Rauch eingeatmet, kann es zu bleibenden Lungenschädigungen kommen. Brennen bestimmte Materialien, wie Kunststoffe, reichen im schlimmsten Fall drei Atemzüge für einen tödlichen Ausgang.

Umso wichtiger ist es, nicht erst wieder am nächsten Freitag, den 13. auf das Thema aufmerksam zu machen. Ein optisches Zeichen setzen in den nächsten Wochen die „schwarzen Bretter“ in den Ortschaften der Gemeinde Amt Neuhaus. Informationsmaterial rund um das Thema „Rauchmelder retten Leben“, „Richtiges Verhalten im Brandfall“ und „Brandschutz für Senioren“ werden zusätzlich in den kommenden Wochen bei Veranstaltungen verteilt und liegen in öffentlichen Gebäuden und frei zugänglichen Räumen aus.

Wir alle können unseren Teil zum vorbeugenden Brandschutz beitragen! Informieren Sie sich gerne und nehmen das Thema Rauchmelder ernst- zum eigenen Schutz und um Schadenereignisse so gering wie möglich zu halten.

Beispielbild Akkubrand (Quelle: www.rauchmelder-lebensretter.de)

 

Claudia Harms
Gemeindefeuerwehrpressewartin Amt Neuhaus