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Pressemitteilung vom 07.07.2025 – Brand in Neuhaus/Elbe am 5.7.25

Neuhaus/Elbe. Am Samstagabend um 23:13 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Neuhaus/Elbe in die Straße „Am Berge“ in Neuhaus/Elbe alarmiert. Gemeldet wurde ein Brand der Stufe B2, also ein mittlerer Brandeinsatz.

Bei diesem Brandeinsatz handelte es sich nicht um ein Gebäude oder einen Unterholzbrand im Wald, sondern um einen riesigen Berg aus Müll, Unrat, Paletten und anderen Gegenständen, welcher in der Grundfläche etwa 380 Quadratmeter maß.

Herausfordernd für die Feuerwehrleute war die dichte Lage zum Wald, welcher durch die überwiegende Trockenheit der letzten Wochen immer noch gefährdet ist.

Aufgrund der Rauchentwicklung und des Feuerscheines, der mehrere Meter hoch und entsprechend weit zu sehen war, wurden keine fünf Minuten nach Alarmierung das Einsatzstichwort auf B3 erhöht (dies gleicht einem Gebäudebrand oder einem größeren Brandeinsatz); und weitere Einsatzkräfte aus Dellien, Haar und des 4. Feuerwehrzuges (Niendorf, Neu Garge/Stiepelse und Sumte) sowie der Atemschutzanhänger aus Stapel und die Kommunikationsgruppe der Feuerwehr hinzugezogen. Im Laufe der Nacht kam auch noch die Freiwillige Feuerwehr Kaarßen mit Atemschutzgeräteträgern hinzu. Auch die DRK Bereitschaft der Ortsgruppe Neuhaus/Elbe fand sich am Einsatzort ein, um die Feuerwehrleute zu unterstützen, versorgen und ein wachsames Auge auf körperlich belasteten Atemschutzgeräteträger zu haben.

Zügig wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet, um die Gesamtlage besser einschätzen und einteilen zu können. Mit Hilfe eines Teleskopladers und eines Baggers wurde der Berg abgetragen und auseinandergefahren, um das Brandgut gezielter ablöschen zu können. Hierzu wurden auch Schaummittel mit in den Einsatz gebracht, um das brennende Material möglichst schnell abzukühlen und abzulöschen.

Neben etlichem Schlauchmaterial und fünf Strahlrohren wurden die Atemschutzgeräteträger aus der gesamten Gemeinde Amt Neuhaus hinzugezogen, da ein Einsatz ohne den zusätzlichen Schutz der Feuerwehrleute zu Beginn gar nicht möglich gewesen wäre.

Erst in den frühen Morgenstunden des Sonntags entspannte sich die Lage an der Einsatzstelle.

Einer weiteren Herausforderung mussten sich die Feuerwehrleute in dieser Nacht zusätzlich noch stellen. Im Bereich der Wasserentnahmestelle hatten die Einsatzkräfte mit pöbelnden Passanten zu tun, die die Arbeit der Ehrenamtlichen störten und den Eingriff durch die Polizei erforderten.

Gegen 7 Uhr am Sonntagmorgen gab es Ablösung für die Feuerwehrleute.

Die Ortswehren aus Wehningen, Laave und Zeetze übernahmen die Einsatzstelle und konnten um 10 Uhr am Sonntag endlich „Feuer aus“ melden, die Einsatzstelle räumen und wieder einrücken.

In der Nacht befanden sich rund 80 Feuerwehrleute, Polizei und das DRK im Einsatz. Die zweite Schicht übernahmen etwa 20 Feuerwehrleute.

Die Löschfahrzeuge der Freiwilligen Feuerwehren Tripkau und Kaarßen sind mit einem Großteil der Mannschaft während dieses Einsatzes bewusst nicht mit ausgerückt, da sie zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft dienten.

Vielen Dank an alle Einsatzkräfte, ob ehren- oder hauptamtlich. Solche Einsätze, in ihrer Größe, Dauer und Individualität zeigen immer wieder, wie wichtig und wertvoll das Engagement unserer Einsatzkräfte ist.

Die Gemeindefeuerwehr Amt Neuhaus ist gut aufgestellt, personell und materiell. Dennoch sei nicht außer Acht zu lassen, dass auch unsere Ehrenamtlichen ein Privatleben haben und nicht immer alle in jeder Situation zur Stelle sein können. Umso wichtiger ist die enge Zusammenarbeit zu benachbarten Gemeinden, die unterstützen und die Einsatzkräfte nach einem stundenlangen Einsatz auslösen könnten…. Ebenso selbstverständlich müssen dabei feste und gesicherte Wege zu den Einsatzstellen sein, ob in die eine oder die andere Richtung!

Einsatzstelle (Bildrecht: René Niederhoff)

 

Claudia Harms
Gemeindefeuerwehrpressewartin Amt Neuhaus