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Pressemitteilung vom 15.07.2025 – Aktuelle Situation in der Gemeindefeuerwehr Amt Neuhaus

Amt Neuhaus. Sommer, Sonne, Sorge bei der Feuerwehr? Nein, auf keinen Fall! Unsere einzige „Sorge“ ist, dass die Feuerwehren der Gemeinde Amt Neuhaus in den vergangenen Jahren viel zu häufig ausrücken mussten. Die Verantwortung der Einsatzleiter wiegt schwer und aktuell haben sie auch noch mit den äußeren Einflüssen zu kämpfen. „Aber mit gut 330 Einsatzkräften, moderner Technik und einem modernen Fuhrpark sind wir unsere Einsätze sehr gut gerüstet.“, so Gemeindebrandmeister Dirk Baumann.

Der heiße trockene Sommer macht es den Feuerwehrleuten nicht leicht. Und wenn Einsatzkräfte durch langanhaltende oder schwerwiegende Einsätze an ihre Grenzen stoßen, brauchen sie Unterstützung, Verstärkung und auslösende Kräfte. Diese schippern im Normalfall mit den Elbfähren ins Amt Neuhaus.

Seit mehr als 50 Tagen gibt es jedoch keine Fährverbindung zwischen Darchau und Neu Darchau. Seit einigen Tagen ist die Fähre zwischen Neu Bleckede und Bleckede in ihrer Last eingeschränkt.

Kein Problem - die Einsatzkräfte „leben in der Lage“, denn eine fehlende Elbquerung ist kein neues Phänomen, sondern Alltag. Ist es zu früh am Morgen oder zu spät am Abend, ist das Wasser zu niedrig oder zu hoch, ist der Nebel zu dicht oder das Gefährt in der Reparatur. Das ist der alltägliche Begleiter im Einsatzgeschehen. Und diese Situation ist keineswegs eine Einbahnstraße.

Genauso, wie die Gemeinde Amt Neuhaus auf Einheiten aus dem restlichen Landkreis Lüneburg angewiesen ist, sind diese es eben auch.

Durch das Zusammenspiel der vorhandenen Mannschaften und Fahrzeuge bei der Ausübung der Sondertätigkeiten ist zum Beispiel die Gefahrgutgruppe Amt Neuhaus fester Bestandteil des ABC-Zuges des Landkreises Lüneburg und das Fahrzeug sowie das Material, welches in Zeetze stationiert ist, wird zu jedem Einsatz mit in den Landkreis alarmiert.

Weiterhin sind mehrere Ortswehren in den Kreisbereitschaften integriert und müssen sich schon seit Jahren Gedanken machen, wie sie im Einsatzfall rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt im Landkreis kommen, um als Kolonne zum Ziel zu kommen.

„Auch dieser Umstand war immer gut händelbar. Jedem ist bewusst, dass eventuell längere Vorlaufzeiten eingeplant und manchmal längere Anfahrtswege in Kauf genommen werden müssen. Wir planen vorausschauender.“

Diese Umstände sind allesamt kein Grund zur Sorge, denn wie bereits beschrieben sind sie der Alltag der Einsatzkräfte. Auf der anderen Seite grenzt das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern an die Einheitsgemeinde Amt Neuhaus. Steht die Unterstützung aus dem Landkreis nicht zur Verfügung, werden die Einsatzkräfte bundeslandübergreifend alarmiert und leisten Amtshilfe.

Wie stark und „elbübergreifend“ die Zusammenarbeit im Landkreis ist, zeigten am vergangenen Wochenende diejenigen, die dem Nachwuchs genau das beibringen: Zusammenarbeit statt Konkurrenzdenken.

Am vergangenen Wochenende fand die Endrunde des Quizturniers für die Jugendfeuerwehren in Reinstorf statt. Aufgrund des Brandeinsatzes in Neuhaus/Elbe, bei dem nahezu die gesamte Gemeindefeuerwehr Amt Neuhaus beteiligt war, konnten die Jugendwarte und Betreuer ihre Jugendfeuerwehr aus Tripkau/Wehningen nicht nach Reinstorf fahren und begleiten.

„Kurzerhand sprang dann die Jugendfeuerwehr aus Dahlenburg bzw. ihre Betreuer ein, und holten die Tripkauer und Wehninger Jugendlichen ab, damit sie am Quizturnier teilnehmen und einen tollen 5. Platz von insgesamt sechs Gruppen erzielten“.

Ein Tipp für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Amt Neuhaus: 
Haben Sie allgemeine Fragen rund um das Feuerwehrgeschehen? Dann nutzen Sie auch gerne die Bürgerfragestunde zu Beginn der Ausschusssitzungen des Rates oder besuchen Sie den Ausschuss für Feuerschutz und Katastrophenschutz, um Wissenswertes rund um das Feuerwehrwesen zu erfahren (nächster Termin 13. November 2025).

Symbolbild

 

Claudia Harms
Gemeindefeuerwehrpressewartin Amt Neuhaus