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Neue Allgemeinverfügung für Silvester: Keine Raketen und Böller in der Lüneburger Innenstadt

Silvester 2020: Wunderkerzen statt Böller und Raketen. Foto:LKLG(lk/sp) Auch Silvester wird dieses Jahr anders als sonst: Der Verkauf von Feuerwerkskörpern ist untersagt. Landkreis und Hansestadt Lüneburg haben weitere Regeln zum Thema Feuerwerk an Silvester erlassen: Verboten ist auch das Abbrennen von Feuerwerk auf belebten öffentlichen Plätzen, Straßen und Wegen. Welche Flächen dies betrifft, legte der Landkreis Lüneburg in seiner Funktion als Infektionsschutzbehörde jetzt in einer neuen Allgemeinverfügung fest.

 

 

Ein Feuerwerksverbot gilt an folgenden Plätzen in der Hansestadt Lüneburg:

1.       Marktplatz und Marienenplatz
2.       Am Sande, Glockenhof und Johanneskirche
3.       EKZ Kaltenmoor
4.       Thornerplatz und Schule/ Kirche
5.       NEU Stintmarkt, Brücke und Fischmarkt
6.       Kalkberg

Vom 31. Dezember um 21 Uhr bis Neujahr um 7 Uhr ist auch das Mitführen von Feuerwerk in diesen Bereichen nicht erlaubt. Gegenstand dieser Allgemeinverfügung ist ausschließlich die Festlegung der betroffenen Örtlichkeiten. Die Regelungsinhalte ergeben sich direkt aus der Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen. Aus Gründen der Verhältnismäßigkeit wird auf das Verbot, die beschriebenen Plätze zu betreten, verzichtet. Vorsorglich ist auf das am 31.12.2020 geltende Ansammlungsverbot hingewiesen. Das bedeutet: Sie dürfen sich nicht in einer größeren Gruppe von mehr als fünf Personen draußen ver- oder ansammeln. Für die Feier im kleinen Kreis gilt die 5 Personenregel, das heißt Treffen von bis zu 5 Personen aus 2 Haushalten und/oder Angehörige sind erlaubt. Kinder bis 14 Jahren zählen nicht mit.

Die komplette Allgemeinverfügung des Landkreises Lüneburg finden Sie unter www.landkreis-lueneburg.de/corona.

Wie auch schon in den Vorjahren gilt zudem zwischen Silvester und Neujahr die Allgemeinverfügung der Hansestadt, die das Abbrennen von Feuerwerkskörpern, also aller pyrotechnischen Gegenstände der Klasse 2, in der Lüneburger Altstadt und im Naturschutzgebiet Kalkberg untersagt. Grund dafür ist die erhöhte Brandgefahr erläutert Ordnungsamtsleiter Joachim Bodendieck: „Der historische Kern der Lüneburger Innenstadt ist besonders brandgefährdet. Da eine sehr enge Bebauung besteht, kann sich Feuer hier besonders schnell ausbreiten. Das ist buchstäblich brandgefährlich für die Menschen, die in der Stadt leben.“ Darüber hinaus gelte das Feuerwerksverbot am Kalkberg als ausgewiesenes Naturschutzgebiet: „Um die Natur und dort lebenden Tiere zu schützen, ist das Abbrennen von Feuerwerken hier generell untersagt. Tiere, wie zum Beispiel Fledermäuse, die sich im Winterschlaf befinden, werden durch den Lärm der Böller empfindlich gestört. Wir hoffen, dass sich auch an diesen Stellen die Bürgerinnen und Bürger verantwortungsvoll verhalten und auf ein friedliches Silvester.“

Die Einhaltung des Feuerwerksverbots wird in der Innenstadt von Polizei und Ordnungsdienst kontrolliert, am Kalkberg ist ein privater Sicherheitsdienst für die Kontrolle im Einsatz. Über die Allgemeinverfügungen hinaus gilt: Nach § 23 der 1. Verordnung zum Sprengstoffgesetz ist das Abbrennen pyrotechnischer Gegenstände außerdem in der unmittelbaren Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden und Anlagen gesetzlich bereits untersagt.

 

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