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Pressemitteilung vom 08.10.2021 – Jahreshauptversammlung Gemeindefeuerwehrverband am 24.09.2021

Amt Neuhaus. Es war einmal und es begab sich im Jahre 2020… so hätte der Rückblick von Gemeindebrandmeister Dirk Baumann auch anfangen können. Denn Ende September erst das vergangene Jahr Revué passieren zu lassen, ist wirklich spät, aber der Situation angepasst. Wegen der anhaltenden Corona-Einschränkungen konnte eine Versammlung in diesem Rahmen nicht früher durchgeführt werden.

Umso intensiver wurde an das leider fast nur von Einsätzen geprägte Jahr erinnert. Veranstaltungen, Jubiläen und Feste müssen noch immer warten und zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden.
 

Trotz Mühen nicht deutlich mehr Einsatzkräfte

Zum Auftakt gab Baumann erst einmal die aktuellen Mitgliederzahlen preis. Zum 31.12.2020 bestand die Gemeindefeuerwehr Amt Neuhaus aus zehn Ortswehren mit Grundausstattung und zwei Stützpunktwehren. Insgesamt befanden sich 333 Frauen und Männer in der Einsatzabteilung. Fünf Mitglieder weniger als im Jahr 2019. „Die Bemühungen der Ortswehren um neue Mitglieder wurden durch Corona nicht gerade vorangetrieben.“, so der Gemeindebrandmeister. „Es wurden junge Feuerwehrleute und Quereinsteiger aufgenommen und an den Mitgliederproblemen wird gearbeitet.“, so Baumann weiter.

Jedoch gibt es immer noch zu wenige Feuerwehrleute in der Gemeinde - im Umkehrschluss also zu viele Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht in der Freiwilligen Feuerwehr engagieren. Und dass diese Männer und Frauen dringend gebraucht werden, zeigt die Einsatzstatistik.

 

14 Einsätze mehr als 2019

35 Prozent mehr Einsätze als im Jahr 2019 verzeichnete man in 2020. Die insgesamt 54 Alarme teilten sich in 16 Brandeinsätze, 37 technische Einsätze und einen Fehlalarm auf. Darunter befinden sich auch zwei Gefahrguteinsätze. Weitere zwei Mal wurde die Gefahrgutgruppe mit dem ABC-Zug des Landkreises alarmiert.

Über Übungen und Dienstabende gab es nicht viel zu berichten, stellte Christian Pink, Stabsleiter der Örtlichen Einsatzleitung, fest. „Der Dienst bestand 2020 in meiner Erinnerung doch nur aus Einsätzen. Zu drei Alarmierungen sind wir mit dem Einsatzleitwagen ausgerückt.“

Selbst wenn sie wollten - viel mehr konnten Bianca Schult und die ehemalige Gemeindejugendfeuerwehrwartin Heike Pink über das vergangene Jahr in Sachen Nachwuchsarbeit auch nicht bekanntgeben. „19,5 Stunden Kinderfeuerwehrarbeit wurden geleistet. In 2019 waren es 616 Stunden.“, so Gemeindekinderfeuerwehrwartin Bianca Schult.

 

Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans

Um besser und moderner für die künftigen Einsätze gerüstet zu sein, wurde ein Feuerwehrbedarfsplan erstellt und bereits mit der Umsetzung begonnen. Für die Tripkauer und Zeetzer Wehren sind die neuen Löschfahrzeuge in Auftrag gegeben, die Feuerwehr Niendorf/Elbe bekommt ein neues Tragkraftspritzenfahrzeug mit Wassertank (TSF-W).
Für die Tripkauer und Haarer Feuerwehrleute gab es jeweils eine neue TS (Tragkraftspritze), die FOX 4 von der Firma Rosenbauer. Beide Wehren hatten anfangs mit Kinderkrankheiten dieses Modells zu kämpfen, doch mittlerweile klappt alles. In Haar ist die Pumpe seit Juni 2019 stationiert und in Tripkau seit Oktober 2019.

 

Änderungen gab es auch personell

Um der neuen Technik und den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden, wurden in 2020 insgesamt 48 Lehrgänge besucht und auch bestanden. Unter anderem je vier neue Maschinisten, Sprechfunker und Atemschutzgeräteträger wurden an der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Scharnebeck ausgebildet. „Im Niedersächsischen Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz in Celle wurden vier Führungskräfte ausgebildet. Im Jahr zuvor wurden uns 20 Lehrgänge zugeteilt.“, berichtet der stellvertretende Gemeindebrandmeister René Niederhoff.

Ehrungen und Beförderungen im letzten Jahr wurden größtenteils auf dem Postweg versandt. Einige Feuerwehrleute durften sich bei leicht entspannter Lage aber auch über die persönlichen Glückwünsche freuen.

Dem stellvertretenden Ortsbrandmeister Uwe Lohel aus Dellien wurde das Niedersächsische Feuerwehrehrenzeichen für 40-jährige Verdienste im Feuerwehrwesen verliehen.

Die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes Lüneburg e.V. in Silber bekam Mathias Scharschmidt aus Wehningen.

Mit der Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen in Bronze wurde Ortsbrandmeister Bernd Hildebrandt aus Dellien geehrt.

Während der Jahreshauptversammlung übernahm der stellvertretende Kreisbrandmeister Stephan Dick die neu hinzugekommenen Auszeichnungen.

Die neue Gemeindejugendfeuerwehrwartin Cornelia Buckpesch und der Gemeindesicherheitsbeauftragte Jürgen Buckpesch erhielten das Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige Verdienste.

Für 40-jährige Verdienste wurde Gemeindebrandmeister Dirk Baumann geehrt.

Dietrich Kramer erhielt das Ehrenzeichen für 60-jährige Verdienste.

Die Ehrennadel der Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen in Silber bekamen Matthias Neuhäuser, Jan Lange und Sebastian Recker, in Gold Paul-Günther Greve.

Befördert wurden Jugendfeuerwehrwart Sebastian Buckpesch zum Löschmeister, Gruppenführer Tomas Piasecki zum Oberlöschmeister, die stellvertretende Ortsbrandmeisterin Sabine Otto zur Brandmeisterin und Ortsbrandmeister Heiko Schefe zum Oberbrandmeister.

Auch in der Führung hat sich in über einem Jahr viel geändert. Im Januar standen in fünf Ortswehren Wahlen der Ortsbrandmeister und Stellvertreter an. Diese wurden im März unter den geltenden Hygienevorschriften durchgeführt und die neuen Ortsbrandmeister im April ernannt.
In der Feuerwehr Wehningen gab es Wiederwahlen. Marco Ochel wurde erneut zum Ortsbrandmeister und Holger Warnke zu seinem Stellvertreter gewählt.

In Tripkau wurde Ortsbrandmeister Michael Hesse wiedergewählt. Neu dazu kommt sein Stellvertreter Mathias Elbing, für zunächst zwei Jahre kommissarisch. Elbing holt in dieser Zeit erforderliche Lehrgänge und Ausbildungen nach, die wegen der anhaltenden Corona-Pandemie nicht durchgeführt werden konnten.

Volker Voß wählte man in Sumte wieder zum Stellvertreter. Für den dortigen Ortsbrandmeister sind erst im kommenden Januar die sechs Jahre Amtzeit vorbei.

Dirk Stöckmann bleibt in Zeetze Ortsbrandmeister, aber mit einem neuen Stellvertreter: Mario Schult.

Die Feuerwehr Kaarßen wird seit dem 05. März 2021 mit ganz neuer Spitze geführt. Fabian Mielke wurde von den Blauröcken zum Ortsbrandmeister gewählt und Marko Wormstedt zu seinem Stellvertreter.

Deutliche Worte fand Landrat Jens Böther zu einem sehr unerfreulichen Thema. Wie der stellvertretende Gemeindebrandmeister Dirk Stöckmann berichtet, tauchen seit einigen Tagen Kommentare, Hassreden und Beschimpfungen im Internet auf. Der Account der Gemeindefeuerwehr wurde in den sozialen Medien angegriffen. Auch andere Vereine und Organisationen seien betroffen, berichtet Stöckmann.

„So etwas spaltet die Gesellschaft. Wir brauchen die Unterstützung der Bevölkerung, keine Spaltung“, so Landrat Böther.

 

 

Als Gäste wurden auf der Versammlung begrüßt:

Landrat Jens Böther
Bürgermeister Andreas Gehrke
Stellvertretende Bürgermeister Christian Fabel und Thorsten Knebusch
Stellvertretender Kreisbrandmeister Stephan Dick
Aus der Gemeinde Amt Neuhaus Frau Sybille Ruffing (Sachbearbeiterin Feuerwehr)
Ratsmitglieder und Ortsvorsteher
Ehrengemeindebrandmeister Werner Hesse und Henry Kruse
Pastorin Frau Andrea Jandke-Koch
Vertreter der Polizei Herr Diethard Saloga
Vorsitzender NDUV Herr Wilhelm Siefert
Bezirksschornsteinfeger Herr Thorsten Sellingsloh

v.l: Gem-BM Dirk Baumann, stellv. Gem-BM René Niederhoff verleiht Dietrich Kramer Auszeichnung, stellv. Gem-BM Dirk Stöckmann (hinten)

v.l: Sebastian Buckpesch und Tomas Piasecki, Gem-BM Dirk Baumann, stellv. Gem-BM René Niederhoff und Dirk Stöckmann (hinten)

 

 

 

Claudia Harms
Gemeindefeuerwehrpressewartin Amt Neuhaus

 

Legende
Gem-BM: Gemeindebrandmeister
Orts-BM: Ortsbrandmeister

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