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Übersicht

Freiwillige Feuerwehr Kaarßen

Herzlich Willkommen,

bei der Freiwilligen Feuerwehr Kaarßen. Als eine von 12 Ortsfeuerwehren der Gemeinde Amt Neuhaus möchten wir auf dieser Seite einen kleinen Einblick in die Entwicklung, die Aufgaben und in die Ausstattung unserer Feuerwehr, sowie in die Arbeit des Fördervereins der Ortsfeuerwehr Kaarßen e.V. geben.

Ansprechpartner

Ortsbrandmeister: Fabian Mielke                

fabian.mielke@fllg.de    

Vorsitzender Förderverein: Roland Wölper

ff-kaarssen.foerderverein@web.de

Jahresbericht

Jahresbericht 2021

 


Über die Feuerwehr Kaarßen

Der aktuelle Feuerwehrbedarfsplan der Gemeinde Amt Neuhaus stuft die Ortsfeuerwehr Kaarßen als erweiterte Grundausstattungsfeuerwehr ein. Aus diesem Grund gehört zur Ausstattung u.a.:

  • ein Löschfahrzeug mit Gruppenbesatzung
  • ein hydraulischer Rettungssatz
  • ein Feuerwehrboot vom Typ RTB I

Zusammen mit den Ortsfeuerwehren Zeetze und Stapel bildet die Ortsfeuerwehr Kaarßen den 2. Zug der Gemeindefeuerwehr Amt Neuhaus. Darüber hinaus gehört die Feuerwehr Kaarßen zum Gewässerschutzzug des Landkreis Lüneburg.

Seit dem Jahr 2002 unterstützt ein Förderverein die Arbeit der Feuerwehr. (für mehr Informationen siehe unten)

Mitglieder

Die Ortsfeuerwehr Kaarßen gliedert sich in drei Abteilungen. Zum 31.12.2021 haben diese folgenden Mitgliederbestand:

Jugendfeuerwehr

männlich: 3 weiblich: 3 Summe: 6

Einsatzabteilung

männlich: 26 weiblich: 4 Summe: 30

Altersabteilung

männlich: 18 weiblich: 0 Summe: 18

Zusätzlich wird die Einsatzabteilung durch vier Kameraden/Kameradinnen mit einer Doppelmitgliedschaft verstärkt. Diese haben ihre Hauptmitgliedschaft in einer anderen Feuerwehr und stehen in Kaarßen z.B. am Tag zur Verfügung, weil hier ihr Arbeitsort ist. 

Gerätehaus

Das aktuelle Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Kaarßen beinhaltet zwei Stellplätze für Großfahrzeuge, eine separate Umkleide, zwei Schulungs- bzw. Versammlungsräume, eine Küche, eine Werkstatt, Lagerflächen, sowie getrennte Toiletten und Duschen für Männer und Frauen. Mit der Anschaffung eines gebrauchten MTWs im Jahr 2006 wurde das Gebäude, zu dessen Untebringung, in Eigenleistung um eine Fertiggarage ergänzt.

Vor dem Umbau wurde das Gebäude als "Neue Schule" der Thomas-Müntzer-Oberschule Kaarßen erbaut und genutzt.

 


Jugendfeuerwehr

Bereits seit 1963 wird bei der Feuerwehr Kaarßen Nachwuchsarbeit geleistet. Bis zur politischen Wende 1989/1990 unter der Bezeichnung "AG Junge Brandschutzhelfer".

Seit dem Jahr 2003 erfolgt die Jugendarbeit gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Laave.

Aktuell können Kinder und Jugendliche ab Vollendung des 10. Lebensjahres Mitglied der Jugendfeuerwehr Kaarßen/Laave werden. Dabei wird nicht nur klassische Feuerwehrausbildung betrieben, neben der Teilnahme an Wettkämpfen und Zeltlagern sind auch Ausflüge ins Kino, Schwimmbad oder die Freizeitparks der Region fester Bestandteil der Jugendarbeit.

Dieser Weg der Nachwuchsgewinnung hat sich in den vergangenen Jahrzehnten bezahlt gemacht. So konnten bis heute mit Hilfe der Jugendfeuerwehr zahlreiche neue Mitglieder für die Einsatzabteilung gewonnen werden.

 


Ausrückebereich

Der Ausrückebereich umfasst die folgenden Ortsteile der Gemeinde Amt Neuhaus:

Bitter: 49 Einwohner

Herrenhof: 29 Einwohner

Kaarßen: 300 Einwohner

Rassau: 28 Einwohner

Stixe: 59 Einwohner

Das Einsatzgebiet erstreckt sich über eine Fläche von ca. 30 Quadtratkilometer, davon sind ca. 1/3 Wald. 

  

Zu den Einsatzschwerpunkten gehören: 

  • die Elbe (ca. 6 Flusskilometer)
  • die Krainke
  • zahlreiche andere Gewässer (u.a. Seen, ehem. Bodenentnahmestelle für den Deichbau)
  • landwirtschaftliche Betriebe mit großen Viehbeständen
  • eine Biogasanlage
  • eine Kindertagesstätte mit Krippe und Hort
  • zahlreiche Handwerksbetriebe
  • die Bundesstraße 195

Aufgrund ihrer Ausstattung und der Zugehörigkeit zum Gewässerschutzzug des Landkreis Lüneburg wird die Ortsfeuerwehr Kaarßen auch zu überörtlichen und übergemeindlichen Einsätzen im gesamten Gemeinde- und Kreisgebiet alarmiert. 

 


Fahrzeuge & Anhänger

Zum Fuhrpark der Freiwilligen Feuerwehr Kaarßen gehören folgende Fahrzeuge und Anhänger:

HLF 10, Baujahr: 2019, Fahrgestell: MAN TGM 13.290 4X4 BB, Aufbau: Magirus, Leistung: 290 PS, zul. Gesamtgewicht: 14 t, Besatzung: 1/8Das HLF (Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug) 10 ist das Haupteinsatzfahrzeug der Ortsfeuerwehr Kaarßen. Es dient der Brandbekämpfung und der technischen Hilfeleistung. Neben der feuerwehrtechnischen Beladung für eine Gruppe verfügt das Fahrzeug über einen Löschwassertank mit 2.000 Liter Inhalt. Für die technische Hilfeleistung ist es u.a. mit einem hydraulischen Rettungssatz und einer Motorsäge ausgerüstet. 

Mit diesem Fahrzeug wurde ein LF 16/8 (Baujahr 1976) mit einem Aufbau von der Firma Bachert ersetzt. Dieses Fahrzeug war 1997 gebraucht von der Stadt Hamburg übernommen worden.

 

MTW, Baujahr: 2020, Fahrgestell: Ford Transit Custom L1H1, Aufbau: Compoint Fahrzeugbau, Leistung: 130 PS, zul. Gesamtgewicht: 3,4 t, Besatzung: 1/8Der MTW (Mannschaftstransportwagen) dient zum Transport von Einsatzkräften und Material, für Fahrten zu Lehrgängen und für Fahrten der Jugendfeuerwehr.

Darüber hinaus wird das Fahrzeug als Zugfahrzeug für den Logistikanhänger und das Boot genutzt.

Mit diesem Fahrzeug wurde ein MTW auf VW T3 (Baujahr 1984) ersetzt. Dieser war 2006 gebraucht von der Stadt Lüneburg übernommen worden.      

                     

RTB I, Baujahr: 2003, Hersteller Barro Boote, Leistung: 15 PS, Besatzung: 1/4Das RTB (Rettungsboot) I dient der Rettung und dem Transport von Personen. Das Fahrzeug ist Bestandteil des Gewässerschutzzuges der Kreisfeuerwehrbereitschaft II des Landkreis Lüneburg.

Als Zugfahrzeug dient das HLF 10 oder der MTW.

Das Boot wurde 2003 beschafft. Im Jahr 2021 wurde der Motor ausgetauscht.

 

STA, Baujahr: 1978, Hersteller: VEB Feuerlöschgerätewerk Görlitz, zul. Gesamtgewicht: 0,9 tDer STA (Schlauchtransportanhänger) dient der schnellen Verlegung einer langen Schlauchstrecke. Zu diesem Zweck sind auf dem Anhänger 32 aneinander gekuppelte B-Schläuche verlastet. Somit können in kurzer Zeit mit wenig Personalaufwand 640 Meter B-Schlauch verlegt werden. Darüber hinaus gehören zur Beladung Schlauchbrücken, ein B-CBC-Verteiler und ein Wasserwerfer. 

Als Zugfahrzeug dient das HLF 10. Der Anhänger wurde bei der Feuerwehr Kaarßen 1979, gemeinsam mit einem LF 8 auf Robur LO 2002 Allrad, in den Dienst gestellt.

 

Der Logistikanhänger dient dem Transport von Ausrüstung. Diese konnte auf dem HLF 10 aus Platz- und Gewichtsgründen nicht verlastet werden. Im Einsatzfall ist sie aber unverzichtbar. Zur Beladung gehört eine Rettungsplattform, ein Rollcontainer Tragkraftspritze (TS) und ein Rollcontainer Universal (u.a. mit Mehrzweckzug 16, Unterbaumaterial, Druckbelüfter).

Als Zugfahrzeug dient der MTW. 

 


Förderverein

Wozu braucht eine Feuerwehr einen Förderverein? Ist die Feuerwehr nicht eine Aufgabe der Gemeinde?

Ja, das ist richtig. Das Niedersächsische Brandschutzgesetz (NBrandSchG) sieht die Verantwortung für den abwehrenden Brandschutz und die Hilfeleistung in ihrem Gebiet grundsätzlich bei der Gemeinde. Das NBrandSchG verpflichtet die Gemeide aus diesem Grund dazu, eine den örtlichen Verhältnissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, auszurüsten, zu unterhalten und einzusetzen. Dazu hat die Gemeinde u.a. die erforderlichen Anlagen, Mittel und Geräte bereitzuhalten und für die Aus- und Fortbildung der Mitglieder der Feuerwehr zu sorgen. Dieser Verpflichtung kommt die Gemeinde Amt Neuhaus auch nach. 

Insbesondere die finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde machen es jedoch notwendig, dass sich die Gemeinde dabei weitestgehend auf ihre Pflichtaufgaben beschränkt. An diesem Punkt kommt der "Förderverein der Ortsfeuerwehr Kaarßen e.V." ins Spiel. Der Verein wurde im Jahr 2002 gegründet.

Mit seiner Hilfe konnten seit der Gründung zahlreiche Projekte realisiert werden. Dazu gehören u.a.:

  • Kauf von Poloshirts, Jacken und Pullovern für die Einsatzabteilung/Jugendfeuerwehr
  • anteilige Bezuschussung zum Erwerb von LKW-Führerscheinen
  • Bezuschussung von Ausflügen und Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr
  • Kauf eines Zeltes für die Jugendfeuerwehr/Veranstaltungen der Feuerwehr
  • Umbau bzw. Erneuerung der Küche im Feuerwehrhaus 
  • Einbau eines Klapptisches bei der Neubeschaffung des MTWs  

weitere Informationen:

Satzung Förderverein

Beitragsordnung

Kassenordnung

 


Aus der Geschichte

Vor der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr

Für das Gebiet der heutigen Gemeinde Amt Neuhaus existierte bereits im Jahr 1682 eine Feuerordnung. Mit ihr wurden Vorgaben gemacht, wie ein Schadfeuer zu bekämpfen war und wie denen geholfen werden sollte, die durch einen Brand geschädigt wurden. Laut der Feuerordnung mussten in jedem Dorf vorhanden sein: Ledereimer, eine lange und eine kurze Leiter, Feuerhaken und eine Wasserspritze. Um 1870 wurde in Kaarßen eine erste Pflichtfeuerwehr gegründet.

Im Jahr 1873 wird in Kaarßen ein Wasserwagen beschafft.

Wasserwagen von 1873

In den Jahren 1893 und 1911 wird für die Brandbekämpfung jeweils eine neue Handdruckspritze beschafft.

Handdruckspritze von 1911

 

 

 

Gründungsjahre der Freiwilligen Feuerwehr

Am 01.04.1932 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kaarßen gegründet. Die Einsatzabteilung hatte zu dieser Zeit eine Stärke von 20 Mann.

Versuche in den 1930er Jahren eine Motorspritze zu beschaffen scheiterten aus finanziellen Gründen. Aus diesem Grund wurde weiterhin mit einer von Pferden gezogenen Handdruckspritze zu Einsätzen ausgerückt.

Aus dem 2. Weltkrieg kehrte ein Teil der Kameraden nicht zurück. Zur Brandbekämpfung fehlte es in dieser Zeit an allem (u.a. Schläuche). Der Mitgliederbestand betrug 1946 25 Kameraden. 

1949-1990 Freiwillige Feuerwehr in der DDR

1952 erhielt die FF Kaarßen zum ersten mal eine Motorspritze. Für den Transport wurde ein gebrauchter Anhänger besorgt und in Eigenleistung nach den Bedürfnissen der Feuerwehr umgebaut.

1954 wurde die Feuerwehr Kaarßen erstmalig mit einem motorisierten Einsatzfahrzeug ausgestattet. Dabei handelte es sich um ein ehemaliges Postauto (Typ Opel Blitz), dass nach den Bedürfnissen der Feuerwehr umgebaut wurde.

1. Feuerwehrauto (Eigenaufbau auf Opel Blitz)

Mit viel Eigenleistung wurde in den Jahren 1953 bis 1956 ein neues Feuerwehrhaus am Standort des bisherigen Geräteschuppens erbaut. Neben der Feuerwehr fanden auch eine Wohnung für den Gerätewart und das örtliche Gemeindebüro in dem neuen Gebäude einen Platz. 

1960 erhielt die Feuerwehr Kaarßen erstmalig ein fabrikneues Feuerwehrfahrzeug vom Typ LKW LF 8 auf Garant K 30. 1963 wurde die Freiwillige Feuerwehr Kaarßen mit den umliegenden Feuerwehren aus dem Wirkungsbereich Neuhaus/Elbe herausgelöst und der eigenständige Wirkungsbereich Kaarßen gebildet. Ziel von Wirkungsbereichen war es die Feuerwehren mehrerer Gemeinden für Schulung und Ausbildung zusammen zu fassen. Außerdem erfolgte in der Regel eine gemeinsame Alarmierung der Feuerwehren eines Wirkungsbereiches zu Einsätzen.

Garant K30 (1960-1979)

In den Jahren 1978-1980 wurde im Ortskern von Kaarßen eine alte Viehscheune zu einem neuen Gerätehaus umgebaut.

1979 wird ein neues Löschfahrzeug (LF 8 TS 8 STA) auf Robur- Fahrgestell mit Schlauchtransportanhänger an die Feuerwehr Kaarßen übergeben. Das Fahrzeug wird kurze Zeit später mit Funk ausgerüstet.  

LF 8 auf Robur (1979-1997)

Die Freiwillige Feuerwehr Kaarßen in den 1990er

 
Zu Beginn des Jahres 1992 besteht die Einsatzabteilung aus 26 Mitgliedern. 
 
Ende 1993/Anfang 1994 wird leihweise ein TLF 16 (Baujahr 1959) von der Ortsfeuerwehr Barnstedt aus der Samtgeinde Ilmenau übernommen. Dies wird Ende 1995 durch ein fabrikneues TLF 16/24 Tr auf Mercedes- Benz 917 AF von der Firma FGL (Feuerlöschgerätewerk Luckenwalde GmbH) erstetzt.  
 
Das LF 8 wird 1997 durch ein gebraucht von der Stadt Hamburg erworbenes LF 16 ersetzt. Hersteller des Aufbaus war die Firma Bachert.
 
LF 16 (1997-2019)
 
1998 wird die Feuerwehr Kaarßen erstmalig mit 13 Funkmeldeempfängern ausgerüstet.
 
Die Freiwillige Feuerwehr Kaarßen nach der Jahrtausendwende
 
Das Feuerwehrgerätehaus im Ortskern hat keine Erweiterungsmöglichkeiten und das Grundstück ist u.a. für die Schaffung von Parkplätzen zu klein. Aus diesem Grund wird der leerstehende Neubau der ehem. Thomas-Müntzer Oberschule in rund zwei Jahren zu einem neuen Gerätehaus umgebaut. Dabei werden über 2.000 Stunden Eigenleistung erbracht. Die Einweihung findet im Oktober 2000 statt.  
 
Zu Beginn des Jahres 2001 werden die Ortsfeuerwehren Kaarßen und Bitter zusammen gelegt. Auslöser war u.a., dass die damals gültige Mindeststärkenverordnung des Landes Niedersachsen von beiden Feuerwehren nicht erfüllt wurde.
 
Am 18.01.2002 wird der "Förderverein der Ortsfeuerwehr Kaarßen e.V." gegründet.
 
Im Jahr 2003 wird die Feuerwehr Kaarßen mit einem Boot (RTB I) ausgerüstet und in den Gewässerschutzzug des Landkreises Lüneburg aufgenommen.
 
2006 wird von der Stadt Lüneburg ein gebrauchter MTW auf VW T3 übernommen. Dieser wird aufgrund technischer Mängel im Mai 2018 als nicht einsatzfähig bei der Leistelle abgemeldet. Es wird ein Ersatz, aufgebaut von der Firma Compoint auf Ford Transit Custom, beschafft und im April 2020 ausgeliefert. 
 
Bereits im Februar 2019 wird das LF 16 außer Dienst gestellt und an eine Privatperson verkauft. Als Ersatz wird zeitgleich ein neues HLF 10 von der Firma Magirus aus Ulm abgeholt.  
 
ehem. Wehleiter/Ortsbrandmeister
 
1932-1945 August Müller
1945-1951 Otto Carmohn
1951-1963 Ernst Lengemann
1963-1989 Werner Juhls
1989-1997 Jürgen Wormstedt
1997-2021 Roland Wölper