Germania

Blickwechsel

Für ein ehernes Standbild hat die Neuhauser „Germania“ schon häufiger die Perspektive verändert. Bei ihrer Errichtung 1881 schaute die „Germania“ nach Norden in Richtung Amtshaus.  1984 stürzte das Denkmal ein. Die Überreste wurden eingelagert, seitdem begrüßte ein leerer Sockel die Besucherinnen und Besucher.

1998 begann die umfangreiche Restaurierung durch Bildhauer Wolfgang Oesler. Im Juli 1999 wurde das Denkmal wiedererrichtet: Diesmal mit Blick nach Süden Richtung Rathaus.

Ursprünglich errichtet wurde das Denkmal als Erinnerungsort für die im deutsch-französischen Krieg 1870/71 gefallenen Soldaten aus dem Amt Neuhaus. Ihre Namen finden sich auf dem Sockel. Der Entwurf für das Denkmal stammt von dem renommierten Bildhauer Gustav Eberlein (1847-1926), der unter anderem auch das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm I. in Hamburg-Altona geschaffen hat. In den Anfangsjahren von Eberleins Schaffen wurden seine Entwürfe von den Gießereien durch Kataloge vertrieben, so gelangte dieses Modell der „Germania“ auch nach Neuhaus.

Die Kosten für das Denkmal wurden durch eine Spendensammlung in der Bevölkerung aufgebracht, eine Lotterie wurde veranstaltet, „die Damen von Neuhaus wurden gebeten Handarbeiten als Lospreise zur Verfügung zu stellen“. Als die Gelder endlich aufgebracht waren und das bestellte Denkmal in Neuhaus eintraf, wurde es mit einem großen Festumzug eingeweiht.