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Stixer Wanderdüne

Stixer Wanderdüne
 

Die Düne ist durch einen Wanderweg, an dessen Beginn eine Informationstafel zur Entstehung der Düne steht, erschlossen.

Inmitten des Binnendünenzuges zwischen Neuhaus und Tripkau liegt die "Stixer Wanderdüne", deren Entstehung nach der letzten Eiszeit, der Weichsel-Kaltzeit, durch die Aufwehung der feinen Talsande aus dem Urstromtal begann. Als letzte offene Düne dieses Dünenzuges umfasst sie eine Fläche von ca. 9,5 ha. 

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der im gesamten Binnendünenkomplex typische karge trockene Sandboden mit Kiefern aufgeforstet, welches weitgehend das Ende des natürlichen Dünenentwicklungsprozesses bedeutete. Nur ein kleiner Teil, die Stixer Wanderdüne, widerstand der Aufforstung und vermittelt heute den Besuchern die Vorstellung von der damaligen Landschaft.

Verschüttete Kiefern stehen als Beweis für die noch heute bestehende Aktivität der Düne. Bei trockenem, windigen Wetter kann man dem Naturschauspiel beiwohnen und die Wanderbewegung des Sandes gen Osten beobachten.

Die "Stixer Wanderdüne" wurde 1982 aufgrund ihrer Besonderheiten von Flora und Fauna zum Naturschutzgebiet erklärt. Auf den extrem trockenen und heißen Dünenkuppen bestimmen neben Silbergras und Sand-Seggen vor allem Moose und Rentierflechten die Vegetation. Bemerkenswert ist, dass hier im Binnenland auch teilweise der Strandhafer Fuß gefasst hat. In der Umgebung der Düne sind es überwiegend Kiefern, die auf dem kargen Sandboden überdauern können, lediglich in den Dünentälern kommen Sandbirken und Stieleichen hinzu. Diese Bereiche sind Lebensraum für die Heidelerche, die ihre Nester in den offenen Sandflächen am Boden baut sowie für den Ziegenmelker. Beide Vogelarten sind als gefährdet eingestuft. Weiterhin finden hier Heuschrecken wie die Beißschrecke, Ödlandschrecke oder Steppengrashüpfer sowie Schmetterlinge wie der eisenfarbige Samtfalter und die Rostbinde ausreichende Lebensbedingungen vor. Die Düne ist auch Lebensraum für den "Ameisenlöwen", Larven der libellenähnlichen Ameisenjunfer, die sich in den lockeren Sandboden Fangtrichter graben und u.a. große Mengen an Forstschädlingen vernichten.

Weitere Infos zum Wandern auf outdooractive.